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„Half Planet for the Wild“: Warum Wildnis Platz braucht

„Half Planet for the Wild“: Warum Wildnis Platz br...
Diese Geschichte beginnt mit einer Herde Elefanten. 
 

Im Jahr 2021 verließen 15 Tiere das Naturschutzgebiet Xishuangbanna im Südwesten Chinas und wanderten – aus Gründen, über die in der Fachwelt bis heute debattiert wird – gen Nordwesten. Binnen kürzester Zeit wurden sie zu Internet-Stars; Millionen Menschen verfolgten ihre Reise live am Bildschirm.

Besonders faszinierend war ihre Route: Die Herde schien direkt auf Kunming zuzusteuern, jene Stadt, in der kurz darauf die UN-Biodiversitätskonferenz (COP15) stattfinden sollte. Ein Zufall mit enormer Symbolkraft: Eine bedrohte Tierart marschierte genau dorthin, wo die Menschheit darüber beriet, wie man sie rettet.

Zwischen Technologie und Praxis

Wie wir unsere Ökosysteme schützen können, ist eine der wichtigsten Fragen unserer Zeit. Für die Fondazione Capellinodie als alleinige Eigentümerin von Almo Nature sämtliche Profite konsequent in den Erhalt der Artenvielfalt reinvestiert – ist dieses Thema von zentraler Bedeutung. In der Debatte stehen sich oft verschiedene Ansätze gegenüber: Zum einen der Fokus auf Technologie, wo auf Lösungen wie Geoengineering oder resistenteres Saatgut gesetzt wird. Zum anderen der Fokus auf die Praxis, wo alternative Landwirtschaft und gezielte Artenschutzprogramme im Vordergrund stehen. 

Sicherlich schließen sich diese Wege nicht aus, im Gegenteil: Es gibt kein einzelnes Patentrezept, das die Artenvielfalt im Alleingang retten kann. Vielmehr ist es das Zusammenspiel verschiedener Strategien, das uns voranbringt. Doch eine Idee sticht durch ihre besondere Konsequenz hervor: Was wäre, wenn wir der Natur schlicht und einfach ihren Raum zurückgeben würden? 

 

Die Hälfte der Erde: Eine Vision fürs Überleben  

Seit Beginn des Industriezeitalters wächst alles, was den Menschen betrifft, rasant: Bevölkerung, Lebenserwartung, Ressourcenverbrauch, Flächenverbrauch und der Ausstoß klimaschädlicher Gase. Doch jeder Quadratmeter, den wir für uns beanspruchen, fehlt der Natur. Die Folgen sind dramatisch: Das Artensterben ist heute bis zu tausendmal schneller als unter natürlichen Bedingungen. Laut den Vereinten Nationen ist eine Million Tier- und Pflanzenarten in ihrer Existenz bedroht.

Daher ist es notwendig, wieder Platz für wild lebende Tiere zu schaffen. Dabei handelt es sich längst nicht mehr nur um eine theoretische Diskussion: Die Renaturierung ist eine wissenschaftlich fundierte Praxis, die weltweit bereits aktiv untersucht und angewandt wird. Ein erster großer Meilenstein ist das 30x30-Ziel, auf das sich die Weltgemeinschaft 2022 in Montréal (bei der 15. UN-Konferenz zur biologischen Vielfalt) einigte. Bis 2030 sollen 30% der Land- und Meeresflächen unter Schutz gestellt werden.

Die Elefanten von Xishuangbanna marschierten damals genau auf diese Konferenz zu, auch wenn der Veranstaltungsort aufgrund der Pandemie von der chinesischen Stadt Kunming nach Montréal verlegt werden musste. 

Doch selbst diese Zusagen sind, wenn man die Daten betrachtet, noch nicht genug. Der Biologe Edward O. Wilson setzte mit seinem Buch „Half-Earth“ einen noch konsequenteren Meilenstein. Er fordert, der Natur die Hälfte der Erdoberfläche zu überlassen. Wilsons Kerngedanke ist so simpel wie kraftvoll: Der wertvollste menschliche Beitrag ist oft das Nicht-Eingreifen. Wenn wir der Natur genug Raum geben, finden Ökosysteme von ganz allein in ihr Gleichgewicht zurück.

Reintegration Economy: Wenn Gewinne zu Lebensraum werden

Auch für die Fondazione Capellino ist die Vision von Edward O. Wilson ein zentraler Meilenstein und Orientierungspunkt. Das Modell der Reintegration Economy besteht darin, die Gewinne privater Unternehmen – in diesem Fall der Tiernahrungsmarke Almo Naturedirekt zu nutzen, um der biologischen Vielfalt wieder neue Chancen und Raum zu geben. Dies ist möglich, da die Fondazione Capellino die alleinige Eigentümerin von Almo Nature ist.

Dieses Modell hat es bereits ermöglicht, zahlreiche wegweisende Projekte weltweit zu finanzieren. So wurden beispielsweise Studien über Lösungen für den Klimawandel in Italien und Spanien gefördert sowie wichtige Wildtierkorridore in Deutschland, Kanada sowie Tansania geschaffen, um Tieren sichere Wanderwege zu ermöglichen. Darüber hinaus unterstützt die Stiftung Wiederherstellungs- und Schutzpläne für gefährdete Arten sowie zukunftsweisende Experimente in der nachhaltigen Landwirtschaft und Bienenzucht, ebenfalls in Italien.

Die Elefanten von Xishuangbanna konnten es nicht ahnen, doch sie sind zu einem Symbol für die Dringlichkeit umfassenderer Maßnahmen zum Schutz unserer Lebensgrundlagen geworden. Konzepte wie die von Edward O. Wilson bilden dabei weiterhin das wegweisende Fundament dieser Debatte.

Die Fondazione Capellino beansprucht nicht die Befugnis, im Alleingang über die Hälfte des Planeten zu entscheiden. Doch sie verfolgt diese Vision konsequent im Rahmen ihrer Möglichkeiten: Indem sie dort ansetzt, wo Renaturierung machbar ist, trägt sie aktiv dazu bei, der Natur ihren notwendigen Raum Stück für Stück zurückzugeben.


Die Community

Teil der REcommunity zu werden bedeutet, sich einem Netzwerk von Menschen anzuschließen, die eine tiefe Überzeugung teilen: Alles Leben ist untrennbar miteinander verbunden und es muss wieder zum Maßstab menschlichen Handelns werden. Hier bist du kein passiver Zuschauer, sondern gestaltest unseren Weg aktiv mit. Sie ist ein Raum für echten Austausch und neue Perspektiven. Hier gehen wir komplexen Themen auf den Grund, unterstützen konkrete Projekte und stoßen gemeinsam ein Umdenken an, das die Artenvielfalt zurück in das Zentrum von Wirtschaft und Gesellschaft rückt. Sie steht allen offen, die nicht nur verstehen, sondern sich einbringen und mit Bewusstsein und Verantwortung einen Unterschied machen wollen. 

Die REcommunity ist das Zuhause für alle, die wissen: Der Natur zurückzugeben, was wir ihr entnommen haben, ist keine bloße Option – es ist unsere gemeinsame Verantwortung.

 

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