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Ökologischer Korridor
Nationalpark Val Grande – Naturschutzgebiet Ghiffa

 Das von der Fondazione Capellino unterstützte Projekt wurde ins Leben gerufen, um zur Wiedervernetzung der Gebiete zwischen den beiden Naturparks beizutragen und die Lebensräume im Gebiet der Gemeinden Caprezzo, Cambiasca, Vignone und Arizzano nachhaltig zu verbessern 

Partnership

Ziel

Den ökologischen Verbund zwischen dem Nationalpark Val Grande und dem Sondernaturschutzgebiet Sacro Monte della SS. Trinità di Ghiffa dauerhaft stärken, indem die Kontinuität zwischen heute zerschnittenen natürlichen und naturnahen Lebensräumen wiederhergestellt wird.

In strategisch wichtiger Lage zwischen den beiden Schutzgebieten umfasst das Projektgebiet einen rund 1.400 Hektar großen ökologischen Korridor. Dieser erstreckt sich über eine Länge von etwa 6 km und ist zwischen 1,5 und 3 km breit. Ziel ist es, dem Verlust der Artenvielfalt entgegenzuwirken, der durch den Rückgang der traditionellen Land-, Forst- und Weidewirtschaft, die Zerschneidung der Lebensräume sowie die Ausbreitung invasiver Arten verursacht wird.

Die vorgesehenen Maßnahmen nutzen naturbasierte Lösungen und schonende Maßnahmen zur Renaturierung: Wiederherstellung von Weiden und ertragsarmen landwirtschaftlichen Flächen, Entfernung gebietsfremder Arten, Revitalisierung von Feuchtgebieten für Amphibien, Aufwertung des Gewässernetzes und die Schaffung von für die Tierwelt wertvollen Mikrohabitaten.

Das Projekt ist Teil der geplanten Erweiterung des Nationalparks Val Grande und fügt sich nahtlos in die regionalen Biodiversitätsstrategien zur Stärkung des ökologischen Netzwerks zwischen den Schutzgebieten ein.

PROJEKTGEBIET

Der Korridor umfasst die Gebiete der Gemeinden Caprezzo, Cambiasca, Vignone und Arizzano, wobei Caprezzo als federführende Gemeinde fungiert. Die Projektflächen verteilen sich zwischen dem Nationalpark Val Grande und der ökologischen Verbindung zum Sondernaturschutzgebiet Sacro Monte della SS. Trinità di Ghiffa.

Das Projekt arbeitet mit Trittsteinbiotopen – also punktuellen Flächen, die nach ihrer Aufwertung die ökologische Durchgängigkeit des gesamten Gebiets verbessern: Monte Turrioni, die Ortschaft Caprezzo, das Gewässernetz, Ramello Mulini und der Laghetto di San Martino.

Ein Großteil der Flächen befindet sich in öffentlicher Hand oder wird in öffentliches Eigentum überführt, verbunden mit naturschutzfachlichen Nutzungsauflagen und langfristigen Pflegeverpflichtungen.

 

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 Die fünf strategischen Projektbereiche sind: 

    • Monte Turrioni: Wiederherstellung der Bergweide, Eindämmung invasiver Vegetation, Schaffung eines Feuchtgebiets/Tümpels für Amphibien und nachhaltige Rotationsbeweidung.
    • Caprezzo: Revitalisierung einer ertragsarmen landwirtschaftlichen Fläche, Beseitigung des Götterbaums, Instandsetzung von Trockenmauern und Pflanzung einheimischer Apfelbäume.
    • Gewässernetz: Rückbau von Barrieren für kleine Wirbeltiere durch den Einbau von Amphibienrampen sowie gezielte Eingriffe entlang der Bäche Piaggio und Boia.
    • Ramello Mulini: Sanierung einer ökologisch geschädigten Fläche durch Abfallbeseitigung, Entfernung invasiver Vegetation und ökologische Aufwertung des alten Mühlenbereichs.
    • Laghetto di San Martino: Entnahme gebietsfremder Fischarten, Ersatz nicht-heimischer Hecken durch einheimische Arten und die Schaffung eines neuen Feuchtgebiets für Amphibien.

PROJEKT

Das Projekt wird von der Gemeinde Caprezzo als federführender Partnerin gemeinsam mit den Gemeinden Cambiasca, Vignone und Arizzano im Rahmen des Förderprogramms Biodiversität der Region Piemont - FESR 2021/2027 umgesetzt.

Die Fondazione Capellino unterstützt das Projekt im Einklang mit ihrem Förderschwerpunkt „Restoring Biodiversity“. Damit fördert sie den Schutz und die Wiederherstellung des Naturerbes, stärkt den Biotopverbund und hilft dabei, Barrieren abzubauen, die die Lebensräume aktuell noch zerschneiden.

Die Aktivitäten umfassen Flächenvorbereitungen während der Vegetationsruhe, Maßnahmen des naturnahen Ingenieursbaus, die Beseitigung invasiver Arten, die Renaturierung von Feuchtgebieten, die Instandsetzung historischer Wege und Bauwerke sowie die Installation von Infotafeln und Beschilderungen.

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DAUER

2026/2028

Investition

Gesamtbudget des Projekts
€518.344,22
Region Piemont
€421.509,80
Gemeinden
€46.834,42
Fondazione Capellino
€50.000,00

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Partner

Die Gemeinde Caprezzo leitet das Projekt federführend und koordiniert die Aktivitäten, die Berichterstattung sowie die Zusammenarbeit mit den teilnehmenden Gemeinden.

Die Gemeinden Cambiasca, Vignone und Arizzano beteiligen sich als institutionelle Partner mit eigenen Projektflächen und übernehmen die entsprechende Managementverantwortung in ihren jeweiligen Gebieten.

Die Region Piemont finanziert das Projekt über das Programm PR FESR 2021/2027 – Förderprogramm Biodiversität, das gezielt auf die Erhaltung und Wiederherstellung des Naturerbes und des Biodiversitätsniveaus ausgerichtet ist.

Fondazione Capellino AI