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Elefantenkorridor
in Tansania

Der Kilombero-Elefantenkorridor (KEC) ist ein Projekt, das darauf abzielt, die ökologische Konnektivität zwischen fragmentierten Lebensräumen wiederherzustellen und Konflikte zwischen lokalen Gemeinschaften und Elefanten zu reduzieren.

Partnerschaft

Ziel

Der Kilombero-Elefantenkorridor (KEC) zielt darauf ab, die durch menschlichen Druck und intensive Landwirtschaft beeinträchtigte ökologische Konnektivität wiederherzustellen, den Konflikt zwischen Menschen und Elefanten zu verringern und die Biodiversität zu schützen. Der Korridor ist darauf ausgelegt, die Konnektivität für 40 % der Elefanten Ostafrikas zu sichern, die Sicherheit und Lebensgrundlagen der Gemeinden zu stärken und ein reproduzierbares Modell für ein harmonisches Zusammenleben in ganz Tansania zu schaffen.

Projekt

Mit Unterstützung der Fondazione Capellino schafft die Initiative einen 13 km langen ökologischen Korridor, der national als Gebiet von großer Bedeutung für den Naturschutz anerkannt ist, als geschützte Landschaft gesichert und von den lokalen Gemeinden getragen wird. Der Korridor gewährleistet die Kontinuität der Wanderbewegungen der Wildtiere – insbesondere der Elefanten – zwischen dem Nyerere-Nationalpark und dem Udzungwa-Mountains-Nationalpark. Im Kern führt das Projekt zudem Tansanias erstes großflächiges elektrisches Zaunsystem ein, das als zentrale Maßnahme zur Verringerung des Mensch-Elefant-Konflikts und damit zu deren Schutz dient.

Das 2024 gestartete Projekt hat bis 2025 bereits bedeutende Ergebnisse erzielt:

Village Game Scouts bestätigen, dass die Elefanten sich nun tagsüber im Korridor aufhalten und sich in schattigen Bereichen sowie entlang von Bächen sammeln. Der Zaun hat sie erfolgreich in ihren vorgesehenen Lebensraum zurückgeleitet, ohne sie einzusperren.
Der Erfolg in Magombera hat die staatliche Politik beeinflusst. Der Minister für Natürliche Ressourcen und Tourismus hat sich öffentlich auf das Projekt bezogen und die Absicht signalisiert, das Modell in weiteren genehmigten Korridoren zu replizieren, in denen Konflikte weiterhin ein Hindernis für die Konnektivität darstellen. Dies markiert einen Wandel in der nationalen Wahrnehmung und führt zu einem Umdenken darüber, wie Koexistenz praktisch erreicht werden kann. Das Projekt wird in der Haushaltsrede des Ministeriums für 2025–2026 sowie in einem Instagram-Beitrag des Ministeriums hervorgehoben.
Im Unterdorf Upogoroni überquerten Elefanten früher am helllichten Tag landwirtschaftliche Flächen, sodass die Bewohner ihre Felder bereits am späten Nachmittag aus Angst vor Angriffen und Konflikten mit Wildtieren verlassen mussten. Seit der Installation des Zauns können die Dorfbewohner den ganzen Tag über sicher arbeiten, während die Bewegungen der Elefanten in ihren natürlichen Korridor zurückgekehrt sind. Diese Veränderung stellt sowohl die Biodiversität als auch ein Gefühl von Sicherheit und Würde wieder her, das reine Sensibilisierungskampagnen niemals hätten erreichen können.
Koexistenz wird zunehmend als alltägliche Realität gesehen. Das Projekt hat Toleranz gefördert, das Vertrauen in die Naturschutzbehörden gestärkt und aktive Unterstützung der Gemeinschaften für den Schutz der Elefanten angeregt.

Einsatzgebiet

 

Der Nyerere-Udzungwa-Wildtierkorridor (NUWC) verbindet den Udzungwa-Mountains-Nationalpark mit dem Nyerere- (Selous-) Nationalpark und verläuft durch das Magombera-Nature-Forest-Reserve. Dieser uralte Durchgang erstreckt sich über etwa 13 km und ermöglicht sowohl Tiefland- als auch Berg­elefanten, sich frei zwischen den Schutzgebieten zu bewegen.

Seit 2018 arbeitet das Southern Tanzania Elephant Program (STEP) gemeinsam mit lokalen Gemeinden, Partnern und Förderern daran, den Korridor wiederherzustellen. Drei Dörfer – Sole, Mang’ula A und Kanyenja – stellten rund 7 % ihres Landes zur Verfügung, wobei alle Parzellen direkt entschädigt wurden und so diese gemeinsame Vision möglich machten.
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Aktualisierungen

Am 4. April 2025 wurde der Kilombero-Elefantenkorridor im Amtsblatt offiziell als Tansanias erster ausgewiesener Wildtierkorridor gemäß dem Wildlife Conservation Act von 2009 (Nr. 5 von 2009) und den dazugehörigen Vorschriften von 2018 über Wildtierkorridore, Ausbreitungsgebiete, Pufferzonen und Wanderwege anerkannt. Dieser rechtliche Status sichert den Korridor als geschützte Landschaft und gewährleistet eine langfristige Konnektivität zwischen dem Nyerere- und dem Udzungwa-Nationalpark.

Die Auswirkungen sind weitreichend:

  • Erweiterung der Korridorkomitees, um Vertreter der Dörfer und der nationalen Behörden einzubeziehen.

  • Verbesserung der Lebensgrundlagen durch nachhaltige Landnutzung und naturschutzbezogene Vorteile.

  • Verringerung des Mensch-Elefant-Konflikts durch reguliertes Management, Wiederherstellung des Lebensraums und Wiederbegrünung.

  • Stärkung der Grundlagen für ökologische Überwachung.

  • Beitrag zu nationalen und regionalen Zielen für Biodiversität und Klimaresilienz.

 

Bis heute wurden 7 km des geplanten 13 km langen Zauns fertiggestellt, wodurch die Sicherheit gestärkt und die Grundlage für die volle Funktionsfähigkeit des Korridors geschaffen wurde. Die offizielle Bekanntmachung stellt einen bedeutenden Meilenstein dar, da sie den ökologischen und sozialen Wert des Kilombero-Ökologischen Korridors für kommende Generationen formalisiert und schützt – mit greifbaren Vorteilen für die lokalen Gemeinschaften.

Die nächste Phase wird sich darauf konzentrieren, die bestehende Infrastruktur zu sichern, die operative Wirksamkeit zu verbessern und die großen Herausforderungen in der äußersten östlichen Auenlandschaft anzugehen – wo der Klimawandel die Überschwemmungen verstärkt hat –, um diesen kritischen Kontext zu bewältigen und langfristige Resilienz sowohl für die Tierwelt als auch für die Gemeinden zu gewährleisten.

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2024 – 2026

Elephant Corridor
in Tanzania

Projekt-Updates

Wichtige Entwicklungen entlang des ökologischen Korridors in Tansania von Januar 2024 bis heute. Verwenden Sie die Pfeile oder die Leiste unten zur Navigation.

Jan. – März 2026

Neue Planungsphase mit der Fondazione Capellino

Nach schweren Überschwemmungen ist das Projekt in eine neue technische Planungsphase eingetreten. Mit Unterstützung der Fondazione Capellino werden die betroffenen Gebiete analysiert, um die bisherigen Schwachstellen in robustere Lösungen zu überführen. Das bedeutet: Die Infrastruktur wird widerstandsfähiger gegenüber extremen Wetterereignissen gemacht und besser an die natürliche Dynamik des Wassers angepasst, damit der Weg für die Elefanten dauerhaft funktional bleibt.

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Jan. – März 2026

Erreichte Zaunlänge im Korridor: 12,6 km

Das Projekt konsolidiert einen für den Korridor errichteten Zaun von etwa 12,6 km Länge. Die Verwaltung wird durch die Instandhaltung des Zauns, Patrouillen der Wildhüter aus den Dörfern und die Überwachung der Anwesenheit von Elefanten fortgeführt.

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Okt. – Dez. 2025

Neue Vereinbarung mit dem Dorf Mang’ula A

Die Organisation Southern Tanzania Elephant Program (STEP) hat ein Naturschutzabkommen mit der Gemeinde Mang’ula A unterzeichnet. Dieses Abkommen dient der Verbesserung von Schulräumen und der lokalen Grundversorgung. Auf diese Weise schafft der Korridor direkten Nutzen für die Bevölkerung vor Ort und verbindet den Naturschutz mit gemeinschaftlicher Verantwortung und einer höheren Lebensqualität für die Menschen.

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Juli – Sept. 2025

Wildtiermonitoring vollständig reaktiviert

Sobald sich die Bedingungen im Gelände verbesserten, hat STEP entlang des Korridors erneut 32 Wildkamera-Stationen installiert. Zudem wurden die monatlichen, fest definierten Beobachtungsrouten, auf denen Dorf-Wildschutzteams systematisch nach Tierspuren suchen, wieder aufgenommen. Diese Untersuchungen bestätigen die Anwesenheit und die Wanderungen der Elefanten und stärken die wissenschaftliche Basis des Projekts.

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Juli – Sept. 2025

Gemeinschaften, Management und Naturschutzabkommen

Die Bildungsarbeit in den Dörfern wurde wieder aufgenommen und ein neues Naturschutzabkommen mit dem Dorf Sole unterzeichnet. Parallel dazu nimmt STEP an regionalen und nationalen Planungsrunden teil. Ziel dieser Raumplanung ist es, die Landnutzung in der Region so zu steuern, dass der Korridor vor Nutzungen geschützt wird, die nicht mit dem Naturschutz vereinbar sind.

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Apr. – Juni 2025

Offizielle Anerkennung des Korridors

Im April 2025 wurde der Nyerere-Udzungwa-Wildtierkorridor offiziell gesetzlich anerkannt. Ein Managementkomitee aus lokalen Institutionen und dem Distrikt sichert nun die nachhaltige Bewirtschaftung der angrenzenden Gebiete.

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Apr. – Juni 2025

Technische Planung für ein wirksames System

Das Quartal wird genutzt, um das Verhalten des Korridors unter unterschiedlichen saisonalen Bedingungen zu bewerten. Das technische Team und die Beratenden analysieren die empfindlichsten Punkte, insbesondere jene im Zusammenhang mit Wasser und der Funktionalität der Einzäunung, um das künftige Management zu verbessern.

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Jan. – März 2025

Auf dem Weg zur rechtlichen Anerkennung des Korridors

Der Prozess der offiziellen Anerkennung macht deutliche Fortschritte: Die Regierungsverordnung wurde von der Generalstaatsanwaltschaft genehmigt und trat in die finale Phase vor der Veröffentlichung ein. Der Schutz des Korridors wird dadurch auch auf rechtlicher Ebene verankert.

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Okt. – Dez. 2024

Zweite Solar-Außenstation und widerstandsfähigere Infrastruktur

Der Bau der zweiten Solar-Außenstation, etwa 8,4 km von der ersten entfernt, stärkt die Energieversorgung der elektrischen Schutzzäune. Das Projekt geht damit von der reinen Bauphase in ein strukturiertes Management über, das koordinierte Wartung, Patrouillen und Monitoring umfasst.

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Juli – Sept. 2024

Optimierung der Unterführung für Elefanten

STEP nimmt gezielte Anpassungen im Bereich der Unterführung vor, um Entwässerung, Gefälle und Bodenstabilität zu verbessern. Diese Arbeit umfasst auch natürliche Lösungen gegen Erosion und wird von Reforest Africa unterstützt. Ziel ist es, den Durchgang für Elefanten funktionaler und besser erkennbar zu machen.

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Juli – Sept. 2024

Fortschritte bei der Einzäunung und Einleitung der Anerkennung des Korridors

Die Arbeiten an der Einzäunung beschleunigen sich: Neue Abschnitte werden freigeräumt, Pfosten installiert und Kabel verlegt. Parallel dazu leitet die Regierung den formalen Weg zur Anerkennung des Korridors ein, bindet die Gemeinden ein und klärt die Rolle des künftigen Gemeinschaftsgebiets.

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Apr. – Juni 2024

Wiederaufnahme der Arbeiten und Vorbereitung auf die Trockenzeit

Nach der regenreichsten Phase des Jahres nimmt das Southern Tanzania Elephant Program (STEP) die Aktivitäten vor Ort schrittweise wieder auf. Der Bau der Einzäunung schreitet auf der landwirtschaftlichen Seite voran, während Logistik und technische Vorbereitungen eine solide Basis für die kommende Trockenzeit schaffen.

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Apr. – Juni 2024

Verstärkung von Ausbildung und Patrouillen

Das Dorf-Wildschutzteam erhält eine spezialisierte Ausbildung zum sicheren Verhalten in der Gegenwart von Elefanten. Die Patrouillen werden zu einem festen Instrument für den Artenschutz und fördern die aktive Beteiligung der lokalen Gemeinschaften.

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Jan. – März 2024

Monitoring und gemeinschaftliche Mitwirkung

Die Feldarbeit verbindet den Aufbau der Infrastruktur mit wissenschaftlichem Monitoring: Wildtierkameras und Kontrollrouten werden aktiviert, um erste Daten zur Tierwelt zu erheben. Die Einbindung des Dorf-Wildschutzteams stärkt das Verantwortungsgefühl innerhalb der Gemeinden für den Schutz des Korridors.

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Jan. – März 2024

Das Projekt tritt in die operative Phase ein

Der Kilombero-Elefantenkorridor wird als ökologische Verbindung zwischen dem Udzungwa-Mountains-Nationalpark und dem Nyerere-Nationalpark gefestigt. Die erste von der Fondazione Capellino unterstützte Phase stellt den Schutz der lokalen Gemeinschaften durch gezielte Einzäunung und ein gemeinsames Management in den Mittelpunkt.

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2026
Jan. – März 2026
2025
Okt. – Dez. 2025
Juli – Sept. 2025
Apr. – Juni 2025
Jan. – März 2025
2024
Okt. – Dez. 2024
Juli – Sept. 2024
Apr. – Juni 2024
Jan. – März 2024
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LAUFZEIT

 

2024/2026

UNSERE INVESTITION

€ 215.000,00

Fondazione Capellino AI